Jahrelang wurden Rapidshare rechtlich beschossen und nun ist die Bastion gefallen. Der Rechteinhaber Constantin Film übt -nicht zuletzt wegen der erlassenen Einstweiligen Verfügung- Druck auf den Schweizer Filehoster aus und zwingt ihn zur Herausgabe von IP-Adressen.
Danach sieht es derzeit aus, was wir in Erfahrung bringen konnten. Aufgrund eines Uploads von dem Bushido-Film “Zeiten ändern dich” wurde jemand abgemahnt. Aus dem Schreiben geht hervor, dass der beauftragte Anwalt bei RapidShare über den Auskunftsanspruch die IP-Adresse eines Keyweb-Server herausbekommen hat und anschließend über diesen deutschen Hoster die Adresse des Abgemahnten bekommen hat.
Wir gehen davon aus, dass die Abmahnung kein Fake ist. Die Anschrift Anwalt Waldorf stimmt, ebenso ist dieser bekannt für Abmahnungen im Auftrag von Constantin Film. Der genannte IP-Range in dem Schreiben passt zu Keyweb. Der angegebene Zeitpunkt lässt vermuten, dass schon die ersten Uploads des Release abgemahnt wurden. Zusätzlich wurden auch deren RapidShare-Accounts komplett gelöscht.
Constantin Film geht schon seit Jahren aggressiv gegen Warez vor. So wird in einschlägigen Kreisen vermutet, das Constantin-Film die Kanzlei Waldorf beauftragt Tauschbörsen abzugrasen und Massen-Abmahnungen zu verschicken. Dabei werden horrende Summen verlangt, Wikipedia gibt hierzu 506 € Anwaltsgebühren und 450 € Schadensersatzsumme an. Wir gehen davon aus, das die Forderungen in diesem Fall ein vielfaches davon sein wird.
Ob die Abwahnwellen nun auch Rapidshare überfluten wird wird uns die Zukunft zeigen. Solange sollte man als Uploader Constantin Filme meiden.
Quelle:
Zeiten ändern sich - Abmahnungen nun auch bei RapidShare | Zen-Men